02.11.2006, 14:30 - 16:00 Uhr
Von der Pulpe zum Papier - Papierwerkstatt
Papierwerkstatt für Kinder ab 8 Jahren

Papier, wie wir es heute kennen, wurde von den Chinesen um 100 n. Chr. erfunden. Anfangs aus Baumrinde, Hanfresten und Lumpen hergestellt, verdrängte das Papier als Schreibmaterial im frühen Mittelalter Papyrus und Pergament.
Wie das Papier in einer mittelalterlichen Papierwerkstatt hergestellt wurde, könnt Ihr unter Anleitung durch Susanne Hucht in diesem Workshop selbst ausprobieren: Angefangen beim Ansetzen des Papierbreis aus alten Papierschnipseln, über das Schöpfen mit dem Sieb aus der Bütte, bis hin zum Abgautschen, Pressen und Trocknen. Verschiedene Blätter, kleine Federn, Sternchen oder auch Buchstaben und kurze Sätze können beigefügt werden und verleihen dem Papier eine ganz persönliche Note.

Nur mit Voranmeldung im HFM, Tel. 0791.751 289
Hällisch-Fränkisches Museum

Do 2. Nov 19.00
Draginja Dorpat
Und zu Küssen kam es kaum
Roman einer Jugend

„Egal, wie die 'Lage' ist, - ich will zur Schule! Ich habe kein Fahrrad und die Schule ist zwölf Kilometer entfernt, aber ich will zur Schule, ich muß zur Schule! Der Führer erwartet das von mir. Ja, ich weiß, die 'Lage' ist ungewiß, aber ich bin dreizehn und habe die Pflicht zur Schule zu gehen, ... egal, ob die Straßenbahn fährt oder nicht, egal, wie gefährlich der Weg ist wegen der Tiefflieger. Pflichten sind heilig!“

Die packende Erzählung von Draginja Dorpat setzt ein im März 1945 und umfasst die Erinnerungen an die letzten Kriegsmonate über die harten Nachkriegsjahre bis zum Beginn ihres Studiums 1952 in Tübingen. Dieses Buch, ergreifend, spannend und mit einer Prise Humor geschrieben, wurde nicht nur vom „Spiegel“ sehr gelobt als ein „Musterfall in der Reihe der neueren Erinnerungsliteratur. Eine weise Erzählerin.“

Draginja Dorpat (*1932 in Ravensburg) lebt in Aalen. Sie studierte in Tübingen Philosophie, Geschichte und Politik, war wissenschaftliche Assistentin von Theodor Eschenburg. 1966 veröffentlichte sie den schier legendären Studentenroman Ellenbogenspiele. Als alleinerziehende Mutter dreier Kinder verzichtete sie auf eine Berufstätigkeit, schrieb aber zwei erfolgreiche naturheilkundliche Bücher. 2004 veröffentlichte sie Ohne Laut. Geschichte einer Kindheit in der sie die Geschichte ihres Sohnes erzählt, der ein traumatisches Erlebnis nach vielen Jahren bewältigte. Momentan arbeitet Draginja Dorpat an einem neuen Buch.

Moderation: Bettina Lober, Haller Tagblatt

Eintritt frei, Kartenreservierung in der Stadtbibliothek, Tel. 0791 / 751-214, stadtbibliothek@schwaebischhall.de
Altes Schlachthaus, Theatersaal
Kulturbüro, Stadtbibliothek, Frauenzentrum
Kooperation mit den Kreislandfrauen i.R. des Projektes „Schwungfeder“

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