Fr 13. Okt 19.00
Vernissage
„Literatur kann man sehen“
Hans Magnus Enzensberger
Günter Grass
Hermann Hesse

Drei Ausstellungen in der Kunsthalle Würth widmen sich anhand dreier berühmter Vertreter ihres Fachs der Symbiose von Literatur und Bildender Kunst.

Zur Eröffnung spricht Prof. Dr. Ulrich Raulff, Direktor Deutsches Literaturarchiv Marbach.
Hans Magnus Enzensberger und Günter Grass sind anwesend.

Hans Magnus Enzensberger (* 1929, Kaufbeuren) ist schon von Beginn seiner Karriere an eine Legende. Ein Mann der Öffentlichkeit, Medienkritiker, Mediengründer, kritischer Theoretiker, Übersetzer, Vermittler, Weltgeist auf Achse – und man merkt, er ist schwer fassbar als Autor. Von daher verwundert es vielleicht weniger, dass man ihm nun in der Kunsthalle Würth auf mehr oder weniger interaktive Weise begegnen kann. Achtzehn neu entstandene und noch nie gezeigte „Literatur-Objekte“ werden präsentiert und laden zu einer spielerischen, hintergründigen, intellektuellen wie anregenden Auseinander-setzung mit Wort, Text und ihrem Bedeutungsgehalt ein.

Der Literaturnobelpreisträger Günter Grass (* 1927, Danzig) bewertet seine Tätigkeit als bildender Künstler von jeher gleichrangig zu seinem literarischen Schaffen. Nicht selten treten beide Facetten seines Werkes in einen kreativen Austausch. Es sind Aquarelle und Skulpturen zu sehen. Darunter der große Zyklus Mein Jahrhundert, in dem Grass ein ganzes Jahrhundert Revue passieren lässt: zu jedem Jahr des 20. Jahrhunderts wird aus wechselnder Perspektive eine Geschichte erzählt – ein farbiges Porträt dieses an Großartigkeiten und Schrecknissen reichen Jahrhunderts.

Hermann Hesse (1877-1962), der beliebte Dichter und Autor, ist als Maler dagegen Autodidakt. Ein Psychoanalytiker verordnete ihm die bildende Kunst als Therapie gegen seine Nervenkrise im 1. Weltkrieg. Seine kleinformatigen Aquarelle zeugen von seiner malerischen Aussicht auf die Landschaft am Luganer See. Fast naiv wirkt sein Blick auf die Welt, deren Motive er bilderbuchartig einfängt.

Parallel läuft in der Kunsthalle die Ausstellung „Horst Antes. Und morgen mal’ ich vielleicht ein Bild“.

Eintritt zur Vernissage frei
Kunsthalle Würth
Ausstellungsdauer
14. Okt 2006 – 18. März. 2007
Täglich 10-18 Uhr geöffnet
Eintritt 5,- / 3,-

Autorenfotos: Paul Swiridoff

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