16.10.2006, 14:30 - 17:15 Uhr
Mittelalterliche Schreibwerkstatt
Museum im Koffer - Wie arbeitete ein Schreiber im Mittelalter in einem Kloster?

In einem Scriptorium mit Schreibpulten und Tintenhörnern werden Kinder ab 9 Jahren in die mittelalterliche Welt des Schreibens und Illuminierens vor etwa 1000 Jahren zurückversetzt. Bei der Arbeit mit Gänsefeder und selbst hergestellter Rußtinte verwandeln sie sich in Schreiber und Buchmaler längst vergangener Zeiten. Die wertvollen Farben des Buchschmucks, die aus Rohstoffen wie z.B. Knochen, Läusen sowie verschiedenen Pflanzen und Gesteinen bestehen, werden teilweise selbst angefertigt. So entsteht Strich für Strich eine mittelalterliche Buchseite. Am Schluss werden die Teilnehmer verstehen, wie aufwändig allein die Herstellung einer Buchseite früher war.

Das Museum im Koffer e.V. wurde 1980 als mobile Form eines Kindermuseums gegründet. Mit seinen mitreißenden Aktionen und den vielen Materialien und Gegenständen zum Ausprobieren zieht es seitdem Kinder und Jugendliche in seinen Bann und vermittelt neben Spaß auch noch jede Menge Wissen über das gewählte Aktionsthema. 1999 wurde das Museum im Koffer für seine Arbeit mit dem Kinderkulturpreis des Kinderhilfswerkes geehrt.

Kostenlose Eintrittskarten gibt es in der Stadtbibliothek
Die Zahl der Plätze ist begrenzt

Stadtbibliothek

Mo. 16. Okt 19.00
Erhard Eppler
Wendepunkte

„Die deutsche Sprache ist reich – und ihre Dialekte noch reicher -, wo Arten der Fortbewegung oder Zustände der Seele geschildert werden sollen. Sie ist arm, wo immer es um Politik geht.“

Erhard Epplers Sprache – ob in Reden oder Büchern – ist reich und faszinierend. In diesem Jahr feiert er seinen 80. Geburtstag.

Erhard Eppler wurde in Ulm geboren und wuchs in Schwäbisch Hall auf, wo er auch heute wieder lebt.
1943 bis 1945 nahm Eppler als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil. Er absolvierte ein Lehramtsstudium für Englisch, Deutsch und Geschichte. 1951 erfolgte seine Promotion zum Dr. phil. mit der Arbeit Der Aufbegehrende und der Verzweifelnde als Heldenfigur der elisabethanischen Tragödie. Bis 1961 war er als Lehrer tätig.
Seit 1956 engagiert er sich für die SPD in verschiedensten Ämtern. Er war von 1968 bis 1974 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Veröffentlichungen (Auswahl): Als Wahrheit verordnet wurde. Briefe an meine Enkelin, 1994, Die Wiederkehr der Politik, 1998, Privatisierung der politischen Moral?, 2000, Komplettes Stückwerk. Erfahrungen aus fünfzig Jahren Politik, 1996 , Vom Gewaltmonopol zum Gewaltmarkt, 2002
Für seine aktuelles Buch Auslaufmodell Staat? erhielt er den Preis der Friedrich-Ebert-Stiftung „Das politische Buch“ 2006.

Musik: Kulintang-Gruppe aus Indonesien
Moderation: Reinhard Sorg

Eintritt frei, Kartenreservierung in der Stadtbibliothek, Tel. 0791 / 751-214, stadtbibliothek@schwaebischhall.de
Altes Schlachthaus
Sorg Hörsysteme, Kulturbüro, Stadtbibliothek

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